Typ: Ausstellung

23.10. - 25.10.2015; 11:00 - 17:00 Uhr

TUFA, Wechselstr. 4

Ort: Raum 1

Präsentation & Diskussion:
Fr. 23.10.2015
14:00 – 15:30 Uhr
Ort: Großer Saal

Beteiligte Personen:
Prof. Peter Böhm
LBA Andreas Leckert
Prof. Dr. Sieveke

Konzepte & Ideen einer TUFA-Erweiterung

Das Kulturzentrum TUFA ist ein wichtiger Bestandteil der freien Kulturszene in Trier. Seit beinahe 30 Jahren werden dort vielfältige Veranstaltungen wie Theater, Konzerte, Ausstellungen, Kurse und Workshops durchgeführt. Insbesondere sind auch Projekte für und mit Kindern und Jugendlichen sowie ein integratives, interdisziplinäres und experimentelles kulturelles Programm die Schwerpunkte des TUFA Trier e.V.

Das Kulturzentrum leidet unter aktueller Raumnot. Vor allen Dingen der große Veranstaltungsaal, in dem umgenutzten alten Fabrikgebäude, entspricht nicht den Anforderungen an einen Raum, in dem professionelle Theateraufführungen dargeboten werden sollen. Der Raum ist durch die geringe Raumhöhe vor allem für professionelle Theateraufführungen und Konzertveranstaltungen nur sehr bedingt geeignet.

Die städtebauliche Situation rund um die Tuchfabrik ist gekennzeichnet durch einen fragmentarischen, aufgelösten Stadtraum mit vielen Baulücken und Brachflächen. Gleichzeitig liegt das Grundstück an der direkten Verbindung zwischen den römischen Kaiserthermen und dem Viehmarktplatz, dem Zentrum der Trierer Innenstadt.

Im Rahmen eines Entwurfsseminars wurden diese Problemfelder analysiert.

Unter Begleitung der Professoren Peter Böhm und Dr. Matthias Sieveke sowie des Lehrbeauftragten Andreas Leckert  wurden kreative Lösungen der „Stadt- und Gebäudereparatur“ erarbeitet.

Die Aufgabe bestand darin, mit der Tufa- Erweiterung auch das Bestandsgebäude zu revitalisieren. Die Erweiterung wird neue Funktionszuordnungen und Nutzungsmöglichkeiten auch im Altbau ermöglichen. Ein weiterer Aspekt der Entwurfslösungen ist es, an dieser Stelle die aufgebrochene Stadtstruktur zu reparieren. Das neue Gebäude und das gesamte kulturelle Ensemble sind hier ein wichtiger Kristallisationspunkt.

Das Gebäude der Tufa und die damit verbundene architektonische Neugestaltung zähle ich zu einer klassischen Aufgabenstellung, an der die Studierenden in einfachen Entwurfsübungen den Umgang mit dem Bestand erlernen. Eine äußerst zeitgemäße Aufgabe im Umgang mit dem baulichen Bestand.

In einer Stadt wie Trier werden Architekten immer mehr mit der vorhandenen Bausubstanz arbeiten. Als angewandte Hochschule ist es uns daher ein Anliegen, unsere Studierenden bereits im Studium in praxisnahen Projekten auf ihren späteren Berufsalltag vorzubereiten und „reale“ Aufgabenstellungen unter der Anleitung von Lehrenden zu trainieren. Die Auseinandersetzung der jungen Menschen mit der Architektur und den Institutionen der Stadt, in der sie studieren und leben, kultiviert eine lebendige Stadtentwicklung, die wir uns für Trier wünschen.

  • Präsentation der besten Ergebnisse mit anschließender Diskussionsrunde am Freitag, den 23.10.2015 von 14:00-15:30 Uhr im großen Saal.