Typ: Event

24.10.2015, 19:30 - 22:00 Uhr

Messehalle

Noch wenige Karten an der Abendkasse erhältlich.

Modenschau „Wild“

„Wild“ – die Modenschau der Fachrichtung Modedesign

Die Faszination des Wilden ist bis heute ungebrochen und dient der diesjährigen Modenschau als Inspirationsquelle. Entstanden ist ein interdisziplinäres Projekt, das über den Bereich Modedesign hinausgeht. Auch Studenten der Fachrichtungen Kommunikationsdesign, Intermedia Design, Architektur und Innenarchitektur sind an der Umsetzung des Konzepts maßgeblich beteiligt. Dieses Projekt symbolisiert den gemeinschaftlichen Geist am Fachbereich Gestaltung.

Die Tradition der Trierer Modenschauen

Bereits seit 1922 werden junge Mode-Designer am Standort Trier ausgebildet. Eng verbunden mit der Ausbildung sind auch immer die Modenschauen der Fachrichtung Modedesign, damals wie heute. Sie sind ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Trier und blicken auf eine langjährige Tradition zurück. Die erste Modenschau fand bereits 1925 im Burghof des Simeonstifts statt. 1927 wurden die Kollektionen in der Aula des Paulusplatzes präsentiert und schon aus diesen ersten Präsentationen geht ein charakteristisches Merkmal aller Modenschauen hervor: Die wechselnden Veranstaltungsorte in der Stadt Trier.

1956 wurde die Tradition der Modenschauen unter der Leitung von Sonja Dixius fortgeführt. Sie war es auch, die 1971 die Fachrichtung Modedesign dauerhaft im Lehrprogramm der FH Trier verankerte. Seit den Achtzigerjahren gibt es kontinuierlich jedes Jahr eine Modenschau. Die Orte werden dabei immer spektakulärer: Die Maschinenhalle der Hochschule, das Amphitheater und das Stadtbad gehören zu den besonderen Highlights und sind nur einige Beispiele für die Synergie von Hochschule und Stadt. Viele Bürger fühlen sich mit der Fachrichtung Modedesign verbunden. Großmütter und Mütter haben bereits in früheren Zeiten gemodelt, heute sieht man ihre Enkel und Kinder auf dem Laufsteg.

Mode-Design – hier und jetzt und heute

Auch in diesem Jahr wird die langjährige Tradition mit einer großen Modenschau im Rahmen der ersten Design- und Kulturtage fortgeführt. Das Thema „Wild“ dient dabei als freies Leitthema für die Modenschau. Die einzelnen Kollektionen der Absolventen sind dabei so unterschiedlich und facettenreich wie die Designer selbst. Zarte und poetische Kollektionen treffen auf Neuinterpretationen von traditionellen Elementen, andere Arbeiten zeigen sich wild, brachial oder inspiriert von der zunehmenden Digitalisierung unserer Welt.

Die Abschlussarbeiten der Absolventen werden in einer aufwändigen, künstlerisch eindrucksvollen Modenschau präsentiert. Zur Tradition des Campus für Gestaltung gehört es aber auch, dass die Modenschau ebenso eine Bühne für Modedesign-Studenten jüngerer Semester ist. Hier haben sie die Gelegenheit, einen ausgewählten Teil ihrer Arbeiten erstmalig vor einem großen Publikum zu präsentieren.

Der Modepreis der Stadt Trier

2002 vom Modehaus Marx initiiert, wird die Auszeichnung seit 2009 als Modepreis der Stadt Trier durch den Oberbürgermeister verliehen. Über die Vergabe des Preises entscheidet eine internationale Fachjury, die sich aus Vertretern verschiedener Bereiche des Modebusiness, der Kultur und der Lehre zusammensetzt. Die Preisträger der letzten Jahre sind heute international in der Bekleidungsbranche erfolgreich, viele haben auch eigene Modelabels gegründet.

Welche kulturelle Bedeutung der Arbeit der Absolventen zuteil wird, manifestiert sich auch in der engen Kooperation und der besonderen Unterstützung durch das Stadtmuseum Trier. Das Archiv des Museums baut durch den Aufkauf von Abschlusskollektionen kontinuierlich eine der bedeutendsten Sammlungen deutscher Nachwuchsmode in Deutschland auf.

Die Modenschauen sind immer auch Botschafter der Hochschule Trier und des Landes Rheinland-Pfalz. So wurden die Kollektionen der Studierenden auf Fachmessen in Berlin, Köln und Frankfurt und kürzlich auf der Illuminale Trier gezeigt. Auch in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz, in der deutschen Botschaft in Brüssel sowie in Luxemburg in der Villa Vaubin wurde bereits Mode aus Trier ausgestellt.