Typ: Vortrag

23.10.2015 16:00-17.30 Uhr

Frankenturm

Kooperationspartner:
Deutsch-Isrealische Gesellschaft

Betreuende Professorin:
Prof. Henriette Sauvant
(FB Gestaltung)

Merav Salomon – Exercises in Visual Poetry

EIN VORTRAG DER ISREALISCHEN ILLUSTRATORIN MERAV SALOMON

Merav Salomons große Liebe sind Bücher, vor allem Bilderbücher. Sie ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der israelischen Illustrationsszene und schreibt und malt Bücher für Erwachsene und Kinder, die auch mal ins Makabre gehen. Großflächig, bunt, schräg. Das künstlerische Vokabular der israelischen Künstlerin ist ein wilder Mix aus Widersprüchen, mal albern, mal schwermütig, mal vulgär und mal sanft, lebendig und morbide zugleich.

Ihre Arbeit bezeichnet sie als visuelle Poesie. Wie auch diese Kunstform lassen ihre Bilder Raum für eigene Interpretationen und regen zur Diskussion ein. In ihren Büchern versucht sie, die konventionelle Definition eines Buchs zu durchbrechen, sie „zwingt“ den Betrachter, andere Leserichtungen einzuschlagen und eigene Assoziationen zu finden. In ihrem Vortrag gibt sie einen Einblick in ihre Arbeit, in ihren Kreativprozess sowie prägende Einflüsse. Dabei spielen auch ihre Großeltern eine wichtige Rolle – deutsche Juden, die nach Israel emigrierten. Ihre geliebte Heimat hatten sie mit im Gepäck: den Nachmittagskaffee, die Spitzendeckchen, Bücher von Erich Kästner.

Merav Salomon wurde 1967 in Tel Aviv geboren und wuchs in den Siebzigerjahren in Jerusalem auf. Heute ist sie Leiterin der Abteilung Illustration an der Bezalel Academy of Arts and Design/Jerusalem, an der sie auch ihr Grafikdesign-Studium absolvierte. Neben anderen Auszeichnungen wurde ihr der Sharet Foundation Prize sowie der Distinguished Award der Israeli Council for Art and Culture verliehen. Ihre Illustrationen erschienen unter anderem in der New York Times und dem New York Magazine.